SAUDISCHER AUSSENMINISTER SPRICHT AUF MÜNCHNER SICHERHEITSKONFERENZ


Der saudische Außenminister Adel bin Ahmed Al-Jubeir sprach in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 12. Februar u. a. über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Saudi-Arabien, den Kampf gegen die Terrormiliz Daesh, die syrische Revolution und die Krise im Jemen.

„Die Lebenserwartung hat sich in nur einer Generation von 37 auf über 70 Jahre verdoppelt. Die Kindersterblichkeit sank innerhalb einer Generation von einer Rate, die den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gleichkam, auf europäisches Niveau. Und im Bereich der Bildung sind wir ausgehend von einer Analphabetenrate von 95 % eine Generation später bei einer Alphabetisierungsrate von 100 % angelangt. Ich glaube nicht, dass es viele Länder auf der Welt gibt, denen das gelungen ist“, so Minister Al-Jubeir. „Die Bildung und Ausbildung von Frauen, die es 1960 praktisch noch nicht gab, ist mittlerweile so weit entwickelt, dass heute 55 % der Collegestudenten in meinem Land Frauen sind.“

Zur Terrormiliz Daesh erklärte der Außenminister: „Daesh ist eine terroristische Organisation aus Psychopathen, die weder Religion noch Moral haben und andere Psychopathen anziehen. Im Grunde genommen handelt es sich um eine Sekte. Und wir werden sie besiegen. Doch um Daesh zu besiegen, werden wir uns mit dem befassen müssen, was ich als die zwei eigentlichen Probleme bezeichne. Eines dieser Probleme ist Bashar al Assad. Wir können Daesh in Syrien nicht besiegen, solange wir keine Änderung bei Bashar al Assad bewirken.“ Er fuhr fort: „Das zweite Problem sind die Reformen, auf deren Umsetzung wir uns 2014 im Irak geeinigt haben. Dadurch würden die Sunniten integriert werden und ein gerechtes System unter den Sunniten, Kurden, Schiiten und Kaledoniern – allen Irakern sozusagen – schaffen.“

Die Rede von Minister Al-Jubeir können Sie in voller Länge hier ansehen.

  • February 13, 2016